{"id":427,"date":"2013-05-07T09:32:53","date_gmt":"2013-05-07T07:32:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filia-leonis.de\/?p=427"},"modified":"2013-05-07T09:32:53","modified_gmt":"2013-05-07T07:32:53","slug":"427","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/filia-leonis.de\/?p=427","title":{"rendered":"Yoga im Urwald"},"content":{"rendered":"<p>Klingt komisch? Ist aber so!<br \/>\nIch hab mich erkundigt, das ist &#8220;Urwald&#8221; hier. Zumindest wird es so genannt. Und es h\u00f6rt sich so an, vor allem nachts. Man schl\u00e4ft wie in einem riesigen, gr\u00fcnen, lebendigen Kissen und alle Ger\u00e4usche f\u00fcgen sich zu einem Klang, der einen wie ein gro\u00dfer Raum umf\u00e4ngt und auf dich wirkt.<br \/>\nIn Pokhara, Nepal, auf 900 Meter H\u00f6he, das ist eigentlich nicht sehr hoch, ist das &#8220;Yoga Retreat&#8221;, auf das mich eine wunderbare holl\u00e4ndische Mitreisende in Kathmandu aufmerksam gemacht hat.<br \/>\nIch schaue auf die Berge um den See herum (auf einem davon steht dieses Haus hier), die noch im Dunst verschwinden. Der Dunst wird gerade von der Sonne weggew\u00e4rmt, aber ich wei\u00df, da\u00df er wahrscheinlich den Tag \u00fcber bleiben wird.<br \/>\nNachdem ich heute, wie jeden Morgen (Chef, bitte weglesen!) um 5 Uhr morgens im Meditationsraum gesessen habe (ICH!), habe ich heute die immer danach stattfindende Morning-Yoga-Session ausfallen lassen. Mir tut n\u00e4mlich von gestern noch alles weh.<br \/>\nF\u00fcr die, die es nicht wissen, ja, auch eine Stunde rumsitzen kann unglaublich anstrengend sein.<\/p>\n<p>Was allerdings viel anstrengender war, war die spontane Bergtour bei meiner Ankunft in Pokhara, die mich erwartet hat, als ich vom Taxifahrer a) abgezockt und b) am Fu\u00dfe eines h\u00fcbschen Berges am See aus dem Taxi geschmissen wurde &#8220;&#8230;here no car&#8230; you walk&#8221; [nepalesisches L\u00e4cheln]. Der Rucksack sitzt ja ganz gut, und zum Gl\u00fcck habe ich meine (jaaa, okay: <em>J\u00f6rgs<\/em> ;-)) Wanderst\u00f6cke dabei.<br \/>\nBringt mir aber nix, denn meine H\u00e4nde sind mit zwei Taschen belegt (T\u00fcte mit Essen und sogenanntes &#8220;Handgep\u00e4ck&#8221;) und ich schaffe mich irgendwie diesen Berg hoch. Die beiden Holl\u00e4nder vor mir springen wie junge Rehlein den Berg hoch und sind schon eingecheckt, als ich v\u00f6llig na\u00dfgeschwitzt endlich oben ankomme und den netten Nepalesen an der Rezeption erstmal total unh\u00f6flich um Wasser anbettele. Wie gut, da\u00df ich den 10-Tage-Trek von Sibirien aus schon abgesagt hatte. Das w\u00e4r ja nichts geworden.<\/p>\n<p>Mein Bett steht \u00fcbrigens am Fenster, und ich schaue auf den See unter mir, die dunstigen Berge vor mir, und sp\u00e4ter werden wieder die bunten Schirmchen der vielen Paraglider vor unseren Augen umherfliegen.<\/p>\n<p>Der Strom war die ersten Tage ausgefallen, wir haben also bei Kerzenlicht zu abend gegessen &#8211; herrlich. Internet gibt&#8217;s an der Rezeption, und zwar f\u00fcr den Rechner, mit dem einmal am Tag Emails beantwortet werden. Nach einiger Zeit ist das unglaublich erholsam. Und wo kein Strom, da kein Netbook, kein Handy, alles ist ausgeschaltet, weil ich es nicht mehr werde aufladen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich hab ja gesagt, solltet Ihr nix von mir h\u00f6ren, sitze ich auf einem Berg und staune.<br \/>\nUnd, in der Tat. Ich staune. Und was bei einem l\u00e4ngeren Aufenthalt (wenn man das ernst nimmt) in einem Yoga Retreat auch passiert ist, da\u00df man &#8220;erkennt&#8221;.<br \/>\nDie Yogis nennen das &#8220;Erwachen&#8221;. Und es stimmt.<\/p>\n<p>Ich erkenne, staune und &#8211; l\u00e4chle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klingt komisch? Ist aber so! Ich hab mich erkundigt, das ist &#8220;Urwald&#8221; hier. Zumindest wird es so genannt. Und es h\u00f6rt sich so an, vor allem nachts. 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