{"id":261,"date":"2013-04-21T06:12:07","date_gmt":"2013-04-21T04:12:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.filia-leonis.de\/?p=261"},"modified":"2013-04-21T06:12:07","modified_gmt":"2013-04-21T04:12:07","slug":"zug-fahren-in-china-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/filia-leonis.de\/?p=261","title":{"rendered":"Zug fahren in China I"},"content":{"rendered":"<p>Ich habe auf den Ratschlag von jemandem geh\u00f6rt und habe mein Zugticket von Beijing nach Xi&#8217;an sofort nach Ankunft in Beijing gebucht. Ihr erinnert Euch, die Sache mit dem Fahrer, der mir mal eben 300 yuan ausgeliehen hat.<br \/>\nDie liebe Mitarbeiterin vom Hotel gibt mir einen weiteren Rat: &#8220;Fahr um 18 Uhr los&#8221; &#8211; Ich sage &#8220;ja, aber mein Zug geht um acht?&#8221; &#8211; Sie: &#8220;Es ist sicherer, wenn Du um 18 Uhr losf\u00e4hrst&#8221;. Nagut. Ich muss\/will aufgrund des riesen Rucksacks Taxi fahren.<br \/>\nDie ersten 10 fahren vorbei (nicht im Dienst, schon jemand drin), die n\u00e4chsten werden mir von &#8220;locals&#8221; weggeschnappt, w\u00e4hrend ich mit dem Satz &#8220;Ich will zum Westbahnhof&#8221; besch\u00e4ftigt bin.<br \/>\nOK. Dem n\u00e4chsten freien Taxi latsche ich vor die Sto\u00dfstange und quetsche mich sofort rein. Ab jetzt ist Ende mit dem h\u00f6flichen Gefrage.<br \/>\nUnd die n\u00e4chste halbe Stunde kann ich mir vom Taxi aus in Ruhe die Auslage des Gesch\u00e4fts ansehen, neben dem ich eben auf&#8217;s Taxi gewartet habe. Es ist n\u00e4mlich Stau.<br \/>\nDie &#8220;Stra\u00dfe&#8221; um mich herum wird zu einem riesigen Parkplatz, auf dem alles hupt, was kann. Ah&#8230; das war also gemeint.<br \/>\nWir schaffen&#8217;s aber gut durch dieses Nadel\u00f6hr und ich komme um halb acht am Bahnhof an.<\/p>\n<p>Es gibt dann Wartbereiche, in die man geht, \u00e4hnlich wie man das vom Flughafen kennt. Und zu einem Zeitpunkt ist der Zug dann zum Einsteigen bereit.<br \/>\nUnd nun geschieht wieder so etwas f\u00fcr mich nicht-nachvollziehbares:<br \/>\nAlle rennen wie gest\u00f6rt zum Ausgang (alle, das hei\u00dft ca. 100 Reisende mit Gep\u00e4ck), als w\u00e4re das gekaufte Ticket lediglich ein Lippenbekenntnis der Chinesischen Bahn, und es werden nur die ersten 50 Leute durchgelassen.<br \/>\nUnterwegs falle ich fast \u00fcber 5 Chinesen, die sich da in aller Seelenruhe eine Warteinsel aus Reiss\u00e4cken und Koffern gebaut haben. Mitten im Durchgang.<br \/>\nAnsonsten habe ich Gl\u00fcck und kann die Schrecksekunde einiger Chinesen (&#8220;huh, die ist ja blond!&#8221;) ausnutzen und mit einigermassen Platz um mich herum weitergehen, bis ich am Zug bin.<\/p>\n<p>Ich teile mir mein Abteil mit 5 Chinesen, die alle kein englisch sprechen. Ich verziehe mich auf mein oberstes Bett (nat\u00fcrlich) und versuche unter der hellen Deckenlampe z\u00fcgig Schlaf zu finden. Ich verfluche meinen gro\u00dfmaschigen Schal, der aber trotzdem ein wenig Abhilfe schafft.<br \/>\nDrau\u00dfen diskutiert eine schwerh\u00f6rige, chinesische Version von Joe Cocker irgendwas mit seiner Begleitung, die lebhaft zur\u00fcckkreischt. Das ist mal landestypischer Umgang.<br \/>\nIch f\u00fchle mich trotzdem irgendwie gut aufgehoben.<br \/>\nBeim Einschlafen hilft der Herr Jacobson und meine gro\u00dfe Sammlung von Meditationsmusik.<br \/>\nDie wiederum hilft trotzdem nur schwer, meine aufsteigenden Agressionen unten zu halten, als zwei Mitreisende anfangen zu schnarchen.<br \/>\nAber sie hilft.<br \/>\nUnd ich schlafe tats\u00e4chlich einigermassen gut im Nachtzug nach Xi&#8217;an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe auf den Ratschlag von jemandem geh\u00f6rt und habe mein Zugticket von Beijing nach Xi&#8217;an sofort nach Ankunft in Beijing gebucht. Ihr erinnert Euch, die Sache mit dem Fahrer, der mir mal eben 300 yuan ausgeliehen hat. 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